Gönn dir eine Pause
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Die Kraft der Pause – warum Innehalten dein größter Verbündeter sein kann

„Ich habe gerade keine Zeit für eine Pause.“

Wie oft hast du diesen Satz schon gedacht oder ausgesprochen? In einer Welt, die sich immer schneller dreht, scheint Innehalten fast wie ein Luxus. Unser Alltag ist gefüllt mit Aufgaben, Erwartungen und ständiger Erreichbarkeit. Doch was wäre, wenn ich dir sage, dass Pausen kein Zeichen von Schwäche sind, sondern eine deiner größten Kraftquellen?

Lass uns gemeinsam entdecken, warum die Pause nicht das Gegenteil von Produktivität ist – sondern ihre Grundlage.

Der Atem zwischen zwei Momenten

Stell dir deinen Atem vor. Du atmest ein – und du atmest aus. Doch zwischen diesen beiden Bewegungen gibt es einen kleinen, fast unscheinbaren Moment der Ruhe. Einen Moment, in dem nichts geschieht. Einen Moment des Innehaltens.

Genau dort liegt die Kraft.

Unser gesamtes Leben folgt diesem Rhythmus: Anspannung und Entspannung, Aktivität und Ruhe, Bewegung und Stillstand. Doch während wir die Aktivität bewusst wahrnehmen und ihr viel Bedeutung geben, übergehen wir die Pausen oft. Wir funktionieren weiter, ohne innezuhalten.

Dabei ist es genau diese Pause, die uns ermöglicht, neue Energie zu schöpfen.

Dein Nervensystem – ein sensibles Gleichgewicht

In deinem Körper arbeitet ununterbrochen ein fein abgestimmtes System: dein vegetatives Nervensystem. Es sorgt dafür, dass du leistungsfähig bist, dich konzentrieren kannst und auf Herausforderungen reagierst. Der sogenannte Sympathikus aktiviert deinen Körper, macht dich wach und bereit zu handeln.

Doch genauso wichtig ist sein Gegenspieler: der Parasympathikus. Er ist der Teil deines Nervensystems, der für Regeneration, Erholung und Heilung zuständig ist.

Stell dir vor, dein Körper ist wie ein Motor. Wenn er ständig auf Hochtouren läuft, ohne jemals herunterzufahren, beginnt er zu überhitzen. Kleine Signale wie Müdigkeit, innere Unruhe oder Konzentrationsschwierigkeiten sind oft erste Hinweise darauf, dass dein System eine Pause braucht.

Die Pause ist der Moment, in dem dein inneres System zurück in sein Gleichgewicht findet.

Warum Pausen so schwer fallen

Viele von uns haben gelernt, dass Leistung und ständige Aktivität wertvoll sind. Pausen hingegen werden oft mit Stillstand oder sogar mit Faulheit gleichgesetzt. Doch in Wahrheit ist das Gegenteil der Fall.

Eine Pause ist kein Verlust von Zeit. Sie ist eine Investition.

Wenn du dir erlaubst, innezuhalten, gibst du deinem Körper und deinem Geist die Möglichkeit, sich zu regenerieren. Dein Atem wird ruhiger, dein Herzschlag verlangsamt sich, deine Gedanken werden klarer.

Es ist, als würdest du innerlich einen Schritt zurücktreten, um wieder Überblick zu gewinnen.

Die Pause als Raum für dich selbst

Eine Pause ist mehr als nur das Unterbrechen einer Tätigkeit. Sie ist ein Raum, in dem du wieder mit dir selbst in Kontakt kommst.

In der Pause geschieht etwas ganz Besonderes: Dein System wechselt vom Tun ins Sein.

Du musst nichts leisten. Nichts erreichen. Nichts erfüllen.

Du darfst einfach sein.

In diesem Zustand beginnt dein Körper, sich selbst zu regulieren. Stresshormone werden abgebaut, deine Muskeln entspannen sich, dein Nervensystem beruhigt sich. Du findest zurück zu deiner inneren Mitte.

Oft sind es genau diese stillen Momente, in denen neue Klarheit entsteht.

Kleine Pausen, große Wirkung

Du musst nicht stundenlang meditieren, um die Wirkung einer Pause zu spüren. Schon wenige bewusste Momente können einen Unterschied machen.

Schließe für einen Moment deine Augen. Spüre deinen Atem. Nimm wahr, wie dein Körper den Boden unter deinen Füßen berührt.

Mehr braucht es nicht.

Diese kleinen Pausen sind wie Anker in deinem Alltag. Sie helfen dir, dich neu auszurichten und wieder bei dir anzukommen.

Mit jeder Pause sendest du deinem Nervensystem ein wichtiges Signal:
Du bist sicher. Du darfst loslassen.

Die Pause ist kein Stillstand – sie ist Erneuerung

In der Natur gibt es keinen dauerhaften Zustand der Aktivität. Auf den Tag folgt die Nacht. Auf den Sommer folgt der Winter. Alles folgt einem natürlichen Rhythmus von Aktivität und Ruhe.

Auch du bist Teil dieses Rhythmus.

Wenn du dir regelmäßig Pausen erlaubst, stärkst du nicht nur deine Gesundheit, sondern auch deine innere Stabilität. Du wirst klarer, ruhiger und widerstandsfähiger gegenüber den Herausforderungen des Alltags.

Die Pause ist kein Zeichen dafür, dass du stehen bleibst. Sie ist der Moment, in dem du neue Kraft sammelst, um weiterzugehen

Erlaube dir, innezuhalten

Vielleicht ist genau jetzt ein guter Moment für eine kleine Pause.

Lege für einen Moment alles beiseite. Atme bewusst ein und aus. Spüre, wie dein Körper sich mit jedem Atemzug ein wenig mehr entspannt.

Du musst nichts verändern. Du darfst einfach da sein.

In dir liegt eine natürliche Fähigkeit zur Regeneration. Dein Körper weiß, wie Entspannung funktioniert. Du musst ihm nur den Raum dafür geben.

Die Pause ist kein Luxus. Sie ist ein Geschenk, das du dir selbst machen kannst.

Und jedes Mal, wenn du innehältst, erinnerst du dich daran, dass du mehr bist als das, was du tust.

Du bist auch das, was zur Ruhe kommen darf.

Herzlich und entspannt, deine Michaela

Von Kastanien verzaubert-Die Kastanienschlange
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Von Kastanien verzaubert – wie eine Schlange die Sinne weckt

Naturmaterialien neu erlebt – mit allen Sinnen

Kinder lernen die Welt durch Berührung kennen. Lange bevor Sprache entsteht, wird die Umgebung ertastet und gespürt. Dieses taktile Erleben stärkt nicht nur die Körperwahrnehmung, sondern eröffnet auch Zugänge zur Fantasie und zu sozialen Kontakten. Und: Die Bedeutung von Berührung hört nicht in der Kindheit auf – sie begleitet uns bis ins Erwachsenenalter und wirkt positiv auf Psyche, Körper und Geist.

Dass eine gut ausgebildete Körperwahrnehmung Kinder bei ihren Entwicklungsaufgaben unterstützt, erleben wir im Kita-Alltag täglich. Besonders Naturmaterialien sind dabei ein wertvoller Schatz: Sie laden zum Spielen, Entdecken und Lernen ein – ganzheitlich und mit Leichtigkeit.

Die Kastanienschlange zieht ein

Die Kastanienschlange haben wir durch Michaela Schrandt-Reitz von ProEntspannung kennengelernt. Sie stammt aus der Eutonie-Arbeit nach Gerda Alexander, bei der Körperwahrnehmung und Selbstregulation im Mittelpunkt stehen.

In den Morgenkreis eingeführt, entfaltete sie sofort ihre Wirkung – besonders bei den Kindern unter 3 Jahren:

  • Wie fühlen sich die unterschiedlichen Formen der Kastanien an?
  • Welche Geräusche entstehen, wenn die Schlange bewegt wird?
  • Ist sie leicht oder schwer?
  • Welche Figuren lassen sich auf dem Boden legen?

Schnell wurde deutlich: Dieses einfache, aber besondere Material ist mehr als ein „Spielzeug“. Kinder legten sich die Kastanienschlange auf die Schultern oder Beine, nach dem Motto: „Ich kann mich spüren.“

Beobachtungen aus dem Kita-Alltag

  • Im Morgenkreis half die Kastanienschlange, die Konzentration zu verlängern.
  • In Ruhephasen wurde sie zum Handschmeichler, die Kastanien wurden bewegt, gerollt, gedrückt.
  • In der sozialen Interaktion zeigte sie ihre Stärke: Kinder luden sich gegenseitig ein, die Schlange gemeinsam zu nutzen. Spaziergänge durch die Gruppe – Hand in Hand mit der Kastanienschlange – wurden schnell Teil des Tages.

Diese Beobachtungen zeigen: Naturmaterialien entfalten eine erstaunliche Wirkung, wenn sie achtsam eingesetzt werden. Die Kastanienschlange fördert Fein- und Grobmotorik, regt die Fantasie an, stärkt Sozialkompetenzen und erweitert die kognitiven Fähigkeiten – selbst bei den Jüngsten.

Lust auf eigene Erfahrungen

Die Kastanienschlange macht deutlich, wie wertvoll es ist, bewusst ausgewählte Materialien in den pädagogischen Alltag einzubinden. Mit wenig Aufwand entstehen Impulse, die Kindern helfen, sich selbst wahrzunehmen, miteinander in Kontakt zu kommen und Ruhe zu finden.

Vielleicht fragst du dich jetzt: „Wie könnte dieses Material meinen Kita-Alltag bereichern?“ – Probiere es aus, beobachte die Kinder und entdecke, welche Geschichten sich aus so einfachen Dingen wie Kastanien entwickeln können. Stimme die Kinder gerne mit diesem Reim auf die gemeinsamen Aktivitäten ein:

„Kugel an Kugel, rund und fein,
die Schlange darf dein Begleiter sein.
Fühlen, rollen, staunen, lachen –
so viel kann die Kastanie machen.“

KitaKosmos-Praxisidee: Fingerspiel mit der Kastanienschlange

Kastanienschlange
© FZ AWO Kita Lohausstraße

Reim:
Kugel hier, Kugel da,
die Schlange ist den Kindern nah.
Tasten, fühlen – eins, zwei, drei,
alle machen fröhlich mit dabei.

Kugel rollt, die Schlange lacht,
leise, sanft und voller Pracht.
Fühlen, spielen – ganz geschwind,
die Kastanienschlange freut jedes Kind.
© KitaKosmos

So geht’s:

  1. Start im Morgenkreis
    • Die Kastanienschlange wird in die Mitte gelegt.
    • Die Erzieherin beginnt, den Reim rhythmisch zu sprechen.
  2. Körperwahrnehmung einbauen
    • Bei „Kugel hier, Kugel da“ die Schlange vorsichtig über die Beine oder Arme der Kinder legen.
    • Bei „eins, zwei, drei“ gemeinsam mit den Fingern leicht auf die Schlange tippen.
  3. Gemeinsames Erleben
    • Bei „Kugel rollt“ die Schlange sanft auf und ab bewegen.
    • Bei „die Schlange lacht“ können die Kinder die Kastanien im Stoffschlauch hin- und herschieben.
  4. Abschluss
    • Am Ende dürfen die Kinder selbst ausprobieren: Rollen, drücken, fühlen.
    • Wer mag, kann den Reim mitsprechen oder einzelne Wörter nachahmen.

Der Reim bietet den Kindern eine ritualisierte Begegnung mit der Kastanienschlange: Sprache, Bewegung und Körperwahrnehmung greifen ineinander – genau das, was Kinder unter 3 Jahren brauchen.

Fazit: Kleine Kugeln, große Wirkung

Die Kastanienschlange ist weit mehr als ein gefüllter Stoffschlauch – sie ist ein Impulsgeber für Körper, Geist und Emotion. Besonders bei Kindern unter 3 Jahren zeigt sie, wie einfache Materialien Zugänge zu Selbstwahrnehmung, Konzentration und sozialem Miteinander schaffen können.

Soziales Miteinander durch Kastanienschlange
© FZ AWO Kita Lohausstraße

Als Material aus der Eutonie nach Gerda Alexander eröffnet die Kastanienschlange vielfältige pädagogische Chancen im Kita-Alltag – vom Morgenkreis über Entspannungsrunden bis hin zum freien Spiel. Ihr könnt übrigens auch ein liebevoll gestaltetes Eutonie-Starter-Paket mit einer handgefertigten Kastanienschlange bei uns bestellen, schaut gerne hier vorbei!

Der KitaKosmos freut sich, gemeinsam mit euch die Welt der Naturmaterialien weiter zu erforschen. Bleibt gespannt – im nächsten Beitrag widmen wir uns dem Thema:
„Die Bedeutung des Materials aus dem Blickwinkel der Eutonie.“

Von kleinen Kugeln zu großen Erlebnissen!

Autorin Elena Koslowski
Eure Elena

Vorweihnachtliche Handmassage
Categories Allgemein, Entspannung für Kinder

Kleine Hände, großer Zauber – achtsame Handmassagen in der Vorweihnachtszeit

Wenn es in der Kita nach Mandarinen, Wachs und Kerzenschein duftet, liegt sie wieder in der Luft – die besondere Stimmung der Adventszeit. Zwischen Basteln, Singen und Kindertrubel darf auch etwas anderes Raum bekommen: Stille.


Momente, in denen Kinder und Erwachsene kurz innehalten, atmen, spüren – und sich einfach nah sind. Ein wunderbarer Weg, diese Verbindung zu fördern, ist die Handmassage. Sie schenkt Nähe, Geborgenheit und lässt Kinder spüren: Ich bin da, ich bin bei mir.

Der Raum für Ruhe

Damit die Massage zu einem kleinen Inselmoment wird, lohnt es sich, die Umgebung bewusst vorzubereiten:

  • Gedämpftes Licht oder Kerzenschein schaffen Geborgenheit.
  • Eine leise Melodie oder Naturklänge senken den Geräuschpegel.
  • Und das Wichtigste:
    Zeit – wenige Minuten reichen, um Ruhe spürbar zu machen.

Wenn das Öl bereitsteht, darf der Moment beginnen:

„Ich tauche meine Finger in das goldene Öl, es glitzert wie Sonne – warm und schön. Jetzt ist Zeit nur für dich, Zeit zum Spüren, Zeit zum Ruhn.“

Michaela Schrandt-Reitz

Dieser kleine Reim öffnet die Sinne, schafft Aufmerksamkeit und leitet sanft in die Berührung über.

Duftmomente für die Sinne

Für Kinder eignen sich sanfte, natürliche Düfte, die Geborgenheit und Freude vermitteln:

  • Mandarine: entspannend, sonnig, fröhlich
  • Honig-Vanille: warm, vertraut, vermittelt das Gefühl von Zuhause-Sein
  • Lavendel fein: beruhigend, hilft beim Loslassen

Eine besonders milde Basis bietet Calendula-Öl, das die Haut schützt und pflegt – ideal für empfindliche Kinderhaut. Ebenso bewährt sind naturreine Produkte aus Mandel- oder Jojobaöl.

Diese können dann, wenn gewünscht, mit einem Duft gemischt werden. Wer mit ätherischen Düften arbeitet, greift am besten zu hochwertigen, natürlichen Ölen in guter Qualität. ProEntspannung hat gute Erfahrungen mit Herstellern wie Primavera oder Weleda gemacht, deren Produkte sanft, klar und achtsam komponiert sind.

Wichtig ist immer, sparsam zu dosieren und im Vorfeld mit den Eltern abzusprechen, ob Allergien oder Duftempfindlichkeiten bestehen.

Schritt für Schritt – so kann es gelingen

Vorbereitung: Gemeinsam Hände waschen – ein bewusstes Ritual, das auf die Massage einstimmt. Ein kleines Handtuch unter die Kinderhand legen – es schützt die Kleidung und nimmt später überschüssiges Öl auf. Das Öl in den Händen anwärmen – Wärme ist Vertrauen in Bewegung.

  • Ankommen und Kontakt
    Die Kinderhand liegt auf dem Handtuch. Der Erwachsene nimmt sie sanft in beide Hände. Dieser erste Kontakt vermittelt Sicherheit: „Ich werde achtsam berührt.“
  • Handinnenfläche – Mitte spüren
    Ein Tropfen Öl wird in die Handfläche gegeben und sanft verteilt. Der Daumen kreist in ruhigen, weiten Bewegungen von der Handmitte bis zu den Fingerwurzeln. Zwischendurch fragen: Fühlt sich das gut an? Möchtest du es sanfter oder mit mehr Druck? Wenn das Kind lacht oder sagt, es kitzelt, bedeutet das: Der Druck darf etwas tiefer werden, damit es die eigene Reaktion auf die Berührung deutlicher spürt.
  • Jeden Finger bewusst begleiten
    Jeder Finger wird einzeln mit Daumen und Zeigefinger sanft umschlossen. Vom Fingeransatz bis zur Spitze leicht ausstreichen. An der Fingerkuppe kurz verweilen – das ist der Moment des Loslassens.
  • Handinnenfläche – Ausstreichen und Verbinden
    Mit der ganzen Handfläche ruhig und fließend von den Fingerwurzeln bis zum Handgelenk streichen. Das bündelt Wärme, verbindet und beruhigt. Oft wird das Kind dabei ganz ruhig – der Körper antwortet. In diesem Moment darf die Sprache leiser werden. Berührung, Atem und Rhythmus übernehmen. Das Kind erlebt seinen Körperinnenraum und kommt bei sich an. Der Erwachsene darf diesen Moment einfach halten, ohne etwas zu sagen.
©FZ AWO Kita Lohausstraße
  • Handrücken – Weite erleben
    Die Hand sanft drehen, so dass der Handrücken oben liegt. Mit zwei oder drei Fingern von den Fingerknöcheln bis zum Handgelenk streichen. Anschließend die Fingerzwischenräume leicht ausstreichen. Das vermittelt Weite und Leichtigkeit.
  • Handgelenk und Übergang
    Rund um das Handgelenk kleine Kreise ziehen, dann ein letzter Ausstrich Richtung Unterarm – nur so weit, wie es angenehm ist.
  • Abschluss und Nachspüren
    Noch einmal von den Fingerspitzen bis zum Handgelenk ausstreichen, ruhig und gleichmäßig. Überschüssiges Öl mit dem Handtuch sanft abnehmen, ohne zu rubbeln. Dann sprich: „Spür mal jetzt in deine Hand hinein, die massiert wurde. Was nimmst du da wahr? Vergleiche diese Hand mal mit der anderen – fühlt sie sich gleich an oder gibt es einen Unterschied?“ Solche Fragen öffnen Wahrnehmung und Bewusstsein. Wenn Zeit und Stimmung es erlauben, folgt anschließend die zweite Hand auf dieselbe Weise.

Vom Spüren zum Verstehen

Diese Form der Berührung ist keine Technik, sondern ein Dialog. Tempo, Druck und Rhythmus entstehen im Kontakt. Manchmal ist es das Nicht-Sprechen, das Tiefe schafft. Kinder erfahren über die Berührung ihren Körperraum, ihre Grenzen und ihre innere Weite – sie erleben, dass Ruhe im Außen auch Ruhe im Inneren schafft. Wenn Kinder diese Massageform öfter erleben, entsteht mit der Zeit Vertrautheit.
Manchmal finden sich dann zwei Kinder, die – unter Anleitung – dieses Ritual sich gegenseitig schenken möchten. Ein kleiner Moment der Selbstwirksamkeit und des Gebens, der zeigt: Achtsamkeit kann wachsen und weitergetragen werden.

Warum Berührung so wertvoll ist

  • fördert Körper- und Raumerfahrung – Kinder spüren sich, ihre Mitte, ihre Grenzen
  • beruhigt das Nervensystem – der Parasympathikus wird aktiviert
  • stärkt emotionale Selbstregulation
  • baut soziale Nähe und Vertrauen auf
  • unterstützt die Hautdurchblutung
  • fördert Aufmerksamkeit und Konzentration
  • öffnet den Zugang zu innerer Ruhe – „Ich bin bei mir“

Eine Idee von Herz zu Herz

Diesen kleinen Massageimpuls möchten wir von KitaKosmos gern weitergeben:
Daraus kann ein liebevolles Ritual entstehen, bei dem jedes Kind ein kleines Fläschchen mit seinem individuellen Wohlfühlöl erhält – als Zeichen der Achtsamkeit und Wertschätzung. So trägt jedes Kind ein Stück Geborgenheit und Ruhe in seinen Alltag – ein kleiner Tropfen Wärme, der bleibt.

Wir von Kita-Kosmos, Elena Kowski und Michaela Schrandt-Reitz, wünschen allen Leserinnen und Lesern eine erholsame, lichtvolle Zeit und viele kleine Momente der Ruhe und Nähe.

Möge ein guter Stern euch durch die kommenden Wochen begleiten und das neue Jahr freundlich beginnen lassen.

Im Januar starten wir mit dem nächsten Blogartikel – voller Inspiration, Herz und neuen Ideen für Achtsamkeit im Kita-Alltag.

 

Kinder Malen mit den Füßen
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Heute malen die Füße – Ein kreativer Bewegungsausflug für Körper und Kopf

Stell dir vor, ein Kind malt – aber nicht mit der Hand, sondern mit dem Fuß. Die Zehen umklammern einen Stift, der Oberkörper stützt sich zurück, und mit leisen Bewegungen entstehen bunte Linien auf Papier. Klingt artistisch? Ist es auch – aber vor allem ist es: eine ganzheitliche Körper- und Wahrnehmungsübung mit viel Spaßpotenzial.

Diese besondere Einheit lädt Kinder dazu ein, mit ihren Füßen zu experimentieren, zu gestalten – und dabei den Körper auf völlig neue Weise zu spüren. Ganz nebenbei schult sie Feinmotorik, Körperkoordination und Konzentration – und sie funktioniert wunderbar in altersgemischten Gruppen, von den ganz Kleinen bis zu den Vorschulkindern.

Malen mit dem Fuß – Was im Körper passiert

Beim Malen mit den Füßen wird der gesamte Körper aktiviert – von der Haltemuskulatur über die Bauchspannung bis hin zur Atmung. Dabei ist das Gehirn besonders gefordert: Denn die gewohnte Auge-Hand-Koordination wird „unterbrochen“ – stattdessen wandert jeder Impuls über viele Umwege bis in die Füße. Das ist Konzentrationsarbeit auf neue Art – im wahrsten Sinne des Wortes: Malen von Kopf bis Fuß.

Was dabei passiert, lässt sich auch neurologisch fassen: Das gezielte Greifen mit den Zehen aktiviert neuronale Netzwerke, die weit über das Fußareal hinausreichen – Koordination, Raumorientierung und Körperwahrnehmung (Propriozeption) werden aktiv geschult. In ihrer kindgerechten Form ist diese Aktivität somit ein Training für das Gehirn und den Körper zugleich.

Für jüngere Kinder bedeutet das vor allem eins: spielerisches Entdecken ihrer eigenen Fähigkeiten. Für ältere Kinder ist es oft ein Aha-Erlebnis: „So schwer kann es sein, ein Gesicht zu zeichnen?“ – und schon wird der Fuß zum Künstler.

Auch die Gelenke profitieren – stille Kraftarbeit in den Füßen

Was häufig übersehen wird: Beim „Malen mit dem Fuß“ arbeiten nicht nur Zehen und Oberschenkel – sondern insbesondere auch die kleinen Fußgelenke, die sonst im Kita-Alltag kaum gezielt bewegt oder belastet werden.

Mit den Übung “Fußmal-Zauberer” wird durch die feinmotorische Aktivierung:

  • die Ballenmuskulatur gestärkt, die das Quergewölbe stabilisiert
  • das Großzehengrundgelenk stimuliert, was den Standapparat entlastet
  • das Längsgewölbe des Fußes aktiviert oder entspannt, je nach Bewegung

Das Malen mit dem Fuß stärkt die tiefe Muskulatur, verbessert die Stellung der Gelenke und fördert präventiv die Fuß- und Beinachse.

Auch für die Kleinsten: U3-Kinder vorbereiten

Für Kinder unter drei Jahren steht nicht das gezielte Malen im Vordergrund, sondern das spielerische Erleben von Fußmotorik und Spuren. Schon kleine Zehen können Spuren im Sand, im Rasierschaum oder auf bunter Fingerfarbe hinterlassen.

Kinder malen mit den Füßen
© FZ AWO Kita Lohausstraße

U3-Kinder können:

  •  mit den Füßen durch bunte Pfützen stapfen
  • Schwungspuren im feinen Sand hinterlassen
  • den eigenen Fußabdruck entdecken und bestaunen

Begleitet von Musik, Farben und Bewegung, wird diese Aktion für die Jüngsten ein kleines Fest der Sinne.

U3 Kinder erleben Malen mit den Füßen
© FZ AWO Kita Lohausstraße

Pädagogische & körperliche Ziele der Einheit

Diese Bewegungsaktion ist weit mehr als ein kreativer Spaß. Sie erfüllt wichtige Entwicklungsziele:

  • Feinmotorik & Kraftaufbau
  • Konzentration & Körperkoordination
  •  Selbstwirksamkeit & Kreativität
  • Sinnesförderung
  • Soziales Lernen

Bewegungsimpuls für den Kita-Alltag: Malen mit den Füßen

Zielgruppe: 3 bis 6 Jahre (für U3 anpassbar)
Dauer: ca. 20–30 Minuten
Ort: Bewegungsraum, Flur oder Garten
Material:
– Eine große Papierrolle
– Klebestreifen
– Wachsmalkreiden, dicke Bunt- oder Filzstifte
– Optional: eine kleine Fußwanne für ein duftendes Fußbad, leise Musik

Ablauf der Einheit

Einstimmung & Vorbereitung
Beginne mit einem ruhigen Einstieg – zum Beispiel einem warmen Fußbad oder einem sanften Bewegungslied. Die Kinder „wecken“ ihre Füße, spüren bewusst nach:
„Wie fühlen sich deine Füße heute an? Wollen sie tanzen? Oder lieber malen?“

Aufbau
Die Papierbahn wird am Boden fixiert. Jedes Kind bekommt einen dicken Stift, den es zwischen zwei Zehen klemmt. Größere Kinder probieren selbst, Kleinere bekommen Unterstützung. Wichtig ist: alle sitzen bequem, mit etwas Abstand zueinander, der Oberkörper wird mit den Händen abgestützt.

Malen
Jetzt darf frei und kreativ gemalt werden – mit dem Fuß! Linien, Spiralen, Kreise, Gesichter oder auch der eigene Name: alles ist erlaubt. Auch gemeinsames Staunen über die entstandenen „Fußkunstwerke“ gehört dazu.

Variation: Malen mit dem großen Zeh – ganz ohne Material
Diese Übung funktioniert auch wunderbar ohne Stift und Papier. Setzt euch mit dem Rücken zum anderen: Ein Kind malt mit dem großen Zeh eine Form, ein Symbol oder ein „Bild“ auf den Rücken der Partnerin oder des Partners. Nun ist Raten angesagt:
„Was war das? Ein Herz? Eine Sonne? Ein Kreis? Ein Mond?“
Am besten startet ihr mit einfachen Formen wie Punkten, Linien oder einem Kreis. Diese Partnerübung fördert nicht nur die Körperwahrnehmung, sondern auch das Vertrauen – und das gemeinsame Lachen. Und das Beste: Sie funktioniert zu jeder Zeit, an jedem Ort – ganz ohne Material.

Nachgespräch
Gemeinsames Reflektieren im Kreis:
„Was war leicht? Was war schwer?“
„Wie hat sich das Malen mit dem Fuß angefühlt?“
„Was hast du heute über dich selbst gelernt?“

Abschluss
Nachspüren, die Füße ausschütteln, vielleicht eine kleine Massage. Zum Ausklang ein poetischer Satz für die innere Schatzkiste: „Meine Füße haben heute gezeichnet, was mein Herz gefühlt hat – ganz ohne Worte.“

Der Mehrwert für den Kita-Alltag

Diese Einheit ist kreativ, entwicklungsfördernd und niedrigschwellig. Sie funktioniert mit wenig Material, ist altersübergreifend einsetzbar, regt das Miteinander an und stärkt zentrale Kompetenzen wie Körpergefühl, Koordination und Selbstwahrnehmung.

Fazit: Wenn der Fuß zum Stift wird

„Heute malen die Füße“ – dieser Impuls ist mehr als eine kreative Idee. Er verbindet Bewegung mit Gestaltung, Körperbewusstsein mit Fantasie. Kinder lernen, dass ihr Körper nicht nur Werkzeug, sondern Ausdrucksmittel ist. Und sie erleben: Ich kann etwas erschaffen – mit meinem Fuß!

Kind schafft etwas mit dem Fuß
© FZ AWO Kita Lohausstraße

 

Der KitaKosmos sagt: Bleibt bunt, bleibt barfuß – und lasst euch überraschen, was eure Füße alles können.

Von kleinen Füßen zu großen Kunstwerken!

Die Adventszeit kommt immer näher und sie ist mehr als Glitzer und Geschenke! In unserem nächsten Blogartikel laden wir dich ein durch sanfte Berührungen der Hände Stille, Nähe und achtsames Miteinander mit den Kindern zu erfahren.  In unserem neuen Beitrag zeigen wir, wie liebevolle Handmassagen in der Kita zu kleinen Inseln der Ruhe werden können – mit warmem Öl, sanften Düften und viel Herz.

Autorin Michaela Schrandt-Reitz
Eure Michaela
Kleine Füße entdecken die Welt
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Kleine Füße – starke Leistung: Warum Barfußgehen in der Kita so wertvoll ist

Stell dir vor: Jedes Menschenleben gleicht einer Weltreise – zu Fuß. Denn im Laufe unseres Lebens umrunden wir statistisch gesehen etwa einmal den Äquator. Das sind rund 40.000 Kilometer, die unsere Füße uns tragen – durch Wälder und Wüsten, über Schulhöfe und Stadtpflaster, durch Kindheit und Alter.

Doch obwohl wir mit diesen kleinen Wunderwerken so viel erreichen, behandeln wir sie oft stiefmütterlich. 98 % aller Kinder kommen mit gesunden Füßen zur Welt – doch im Erwachsenenalter hat rund jede*r Zweite (60 %) Fußprobleme.

Setzen wir das einmal in Relation: In Deutschland wurden in den letzten fünf Jahren jährlich durchschnittlich ca. 770.000 Kinder geboren. Das bedeutet, dass jedes Jahr etwa 750.000 Kinder mit gesunden Füßen auf die Welt kommen – und doch könnten davon später mehr als 450.000 Erwachsene mit schmerzhaften Fehlstellungen, Plattfüßen oder anderen Beschwerden leben müssen.

Diese Zahlen machen deutlich: Wer ein Leben lang schmerzfrei um die Welt wandern will, braucht eine gute Basis – und die entsteht in der Kindheit. Das Beste daran: Barfußlaufen und gezielte Bewegungsstunden in der Kita sind einfache, wirkungsvolle Wege, um diese Basis zu stärken.

Denn beim Laufen ohne Schuhe geschieht mehr, als wir mit bloßem Auge sehen: Der ganze Körper wird dabei geschult – von den Zehenspitzen bis ins Gehirn.

Propriozeption – Das Geheimnis intelligenter Bewegung

Ein zentrales Stichwort in der Diskussion um Barfußbewegungseinheiten ist die Propriozeptiondie Fähigkeit des Körpers, sich selbst wahrzunehmen. „Proprio“ bedeutet „eigen“, „-zeption“ heißt „wahrnehmen“ oder „empfangen“: Gemeint ist die Kunst, zu wissen, wo der eigene Körper im Raum ist, auch ohne hinzuschauen.

Diese Art von Körperintelligenz hilft Kindern (und Erwachsenen), Haltung, Muskelspannung und Bewegungsabläufe zu koordinieren – ganz automatisch. Und genau hier beginnt die Magie des Barfußlaufens: Verschiedene Untergründe wie Kies, Rinde, Gras oder Matsch senden feinste Reize an die Fußsohlen. Die sensiblen Nerven dort reagieren und schulen das Gehirn, Bewegungen zu steuern und zu stabilisieren.

Ein einfaches Beispiel: Ein Kind stolpert auf unebenem Boden – doch die reflexartige Reaktion der Füße verhindert den Sturz. Diese Schutzreflexe sind nicht angeboren, sie werden trainiert – durch genau solche Erfahrungen, wie sie das Barfußgehen auf natürlichen Unterlagen bietet.

Das Schöne daran: Reflextraining muss nicht aufwendig oder theoretisch sein. Es geschieht beim Spielen, Hüpfen, Balancieren – ganz nebenbei. Alles, was es braucht, ist eine instabile Unterlage – ein Seil, ein Stück Rinde oder eine schiefe Ebene – und der Körper beginnt, zu lernen.

Meine Empfehlung: Mit der Fühlstraße beginnen

Für den Auftakt dieser Blogserie hat sich das KitaKosmos-Team bewusst für die Barfuß-Fühlstraße entschieden. Warum? Weil sie ein perfekter Einstieg ist – niedrigschwellig, flexibel und wirkungsvoll.

Eine Fühlstraße ist schnell vorbereitet und erfordert kaum Material – dennoch eröffnet sie ein breites Erfahrungsfeld: Kinder spüren Unterschiede in Temperatur, Struktur, Feuchtigkeit und erleben ganz unmittelbar ihr Gleichgewicht. Und dabei beobachten wir oft mehr als nur Bewegung – wir sehen Mut, Neugier, Zögern, Freude oder auch kleine Kitzelmomente. Für pädagogische Fachkräfte bietet diese Form der Bewegungseinheit deshalb nicht nur motorische Impulse, sondern auch wertvolle Einblicke in das kindliche Erleben und Verhalten.

Besonders schön: Die Fühlstraße lässt sich drinnen wie draußen einsetzen, ist mit den Jahreszeiten wandelbar und bietet Raum für vielfältige Variationen – sie ist also nicht nur ein Einstieg, sondern auch ein immer wiederkehrendes Highlight im Alltag.

Bewegungsimpuls für den Kita-Alltag: Die Barfuß-Fühlstraße

Zielgruppe:      3 bis 6 Jahre

Dauer:             ca. 30 Minuten

Ort:                 Bewegungsraum oder Außengelände

Material:          Flache Wannen oder stabile Kisten mit unterschiedlichen Naturmaterialien wie Kieselsteinen, Rinde, Moos, Sand, Erbsen, Tannenzapfen oder Wasser; Seil, Klebeband oder Markierung zur Führung durch den Parcours.

Ablauf der Einheit

Begrüßung & Einstieg

Beginne die Einheit mit einer kleinen Geschichte oder Einladung zur Entdeckungsreise. Zum Beispiel:
„Heute gehen wir mit unseren Füßen auf eine kleine Abenteuerreise. Mal schauen, was wir alles spüren können – ohne zu sehen, nur mit den Füßen!“

Vorbereitung

Die Kinder ziehen Schuhe und Socken aus. Gib ihnen Zeit, erst einmal auf dem normalen Boden zu stehen. Frage bewusst:
„Wie fühlt sich der Boden unter deinen Füßen an? Ist er warm oder kalt? Hart oder weich? Kitzelt es vielleicht ein bisschen?“

Barfuß-Fühlstraße begehen

Die Kinder gehen nacheinander oder in kleinen Gruppen über die vorbereitete Fühlstraße. Jedes Material bietet neue Reize. Wichtig: Die Kinder dürfen langsam gehen, dürfen auch stehen bleiben, mit den Zehen fühlen oder sich hinhocken. Achte auf Achtsamkeit statt Geschwindigkeit.

Spielsatz einführen

Ermutige die Kinder mit einem kindgerechten Bild oder Satz, z. B.:
„Meine Füße sind Spürnasen!“
„Ich gehe wie ein Tiger auf leisen Sohlen!“
Solche Bilder helfen, die Aufmerksamkeit auf die Empfindungen zu lenken und fördern nebenbei die Sprachentwicklung.

Nachgespräch

Am Ende setzt ihr euch im Kreis zusammen. Stelle offene Fragen wie:
„Was hat sich am besten angefühlt?“
„Gab es etwas, das kitzelig war oder das du besonders spannend fandest?“
Kinder dürfen erzählen, vergleichen und entdecken, dass nicht alle das Gleiche spüren.

Abschluss

Eine kleine Fußmassage mit Igelbällen oder Kirschkernkissen rundet die Einheit ab. Alternativ kannst du eine kleine Barfuß-Poesie anbieten, zum Beispiel:
„Mit meinen Füßen spür ich die Welt,
ob weich, ob hart, wie’s mir gefällt.“

Der Mehrwert für den Kita-Alltag

Barfußeinheiten wie die Fühlstraße wirken auf mehreren Ebenen – und das nicht nur für die Kinder, sondern auch für pädagogische Fachkräfte:

Motorische Entwicklung wird gezielt gefördert – durch das Gehen auf wechselnden Untergründen lernen die Kinder, ihr Gleichgewicht zu halten, koordinierte Bewegungen auszuführen und sich selbst sicher im Raum zu bewegen.

Die Fußmuskulatur wird aktiviert und gestärkt. Das regelmäßige Gehen ohne Schuhe unterstützt die natürliche Entwicklung des Fußgewölbes und wirkt vorbeugend gegen Fehlstellungen.

Die bewusste Wahrnehmung des eigenen Körpers – die Propriozeption – wird gefördert. Kinder lernen zu spüren, sich selbst zu regulieren und auf Signale ihres Körpers zu achten.

Kinder erleben die Natur mit allen Sinnen. Besonders draußen in der Natur werden Materialien wie Erde, Rinde oder Gras zu Erlebnisräumen – das stärkt die emotionale Bindung zur Umwelt und unterstützt Resilienz.

Und schließlich: Prävention beginnt früh. Wer im Kindergartenalter gesunde Bewegungs- und Körpererfahrungen sammelt, hat später weniger orthopädische Beschwerden – die berühmte „Reise um die Erde“ beginnt also mit starken kleinen Schritten.

Fazit: Kleine Füße mit großer Wirkung

Barfußlaufen ist mehr als ein Spiel – es ist eine tiefgehende Erfahrung für Körper, Geist und Emotion. Die Füße, oft im Alltag versteckt und vergessen, dürfen wieder ins Zentrum rücken. Sie erzählen uns etwas über Haltung, Standfestigkeit und sogar über innere Ausgeglichenheit.

Achtsamkeit durch Barfuß laufen

Mit der Barfuß-Fühlstraße bieten wir Kindern nicht nur ein sinnliches Erlebnis, sondern auch einen Zugang zu sich selbst – spielerisch, wirksam und nachhaltig. Sie ist der ideale Auftakt für viele weitere Bewegungsabenteuer, die den Kita-Alltag bereichern und die Gesundheit fördern.

Der KitaKosmos freut sich, mit euch gemeinsam die Welt der starken Füße zu entdecken. Bleibt dran – im nächsten Beitrag nehmen wir euch mit auf eine kreative Reise, bei der „die Füße malen“…

Von kleinen Füßen zu großen Schritten!

Autorin Michaela Schrandt-Reitz

Eure Michaela

 

Kooperation und KitaKosmos: Zwei Puzzleteile verbinden sich und zeigen ein Herz.
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Präventionsangebote in Kooperation – Erfolgsfaktoren und Herausforderungen

In einer sich stetig verändernden Gesellschaft sind Präventionsangebote für Kinder essenziell, um frühzeitig gesunde Lebensweisen zu etablieren und Entwicklungschancen zu verbessern. Kooperationen zwischen Kindertagesstätten, Gesundheitsorganisationen und anderen relevanten Partnern können hier eine nachhaltige Wirkung erzielen. Bereits 2014 hat Dipl.-Päd. Marcus Müller in seiner Dissertation herausgearbeitet, dass Prävention besonders dann wirksam ist, wenn sie in Kooperationen verankert wird. Seine Forschung zeigt, dass der Erfolg maßgeblich von interdisziplinären Netzwerken, langfristiger Planung und qualifiziertem Fachpersonal abhängt. Doch was macht eine erfolgreiche Kooperation aus? Welche Herausforderungen müssen bewältigt werden? Und wie lassen sich bestehende Konzepte bestmöglich umsetzen?

Kooperation als Schlüssel zum Erfolg

Erfolgreiche Präventionsprojekte im Kita-Bereich basieren auf starken Netzwerken. Der Schlüssel liegt in der engen Zusammenarbeit von Erzieher:innen, Pädagog:innen und weiteren Expert:innen. Während einige Programme mit Gesundheitseinrichtungen und Sportvereinen kooperieren, setzen andere auf interdisziplinäre Teams mit Ernährungswissenschaftlern, Pädagogen und Bewegungsexperten. Dies bestätigt auch Marcus Müller, der bereits vor zehn Jahren hervorhob, dass Prävention besonders wirksam ist, wenn verschiedene Fachrichtungen zusammenarbeiten.

Vielfalt in der Umsetzung

Es gibt keine „One-size-fits-all“-Lösung für Präventionsangebote. Jedes Kita-Team und jede Kindergruppe hat unterschiedliche Bedürfnisse. Erfolgreiche Programme zeichnen sich aus durch:

  • Praxisnahe Schulungen für Fachkräfte,
  • Methodenkoffer und Leitfäden, die einfach im Kita-Alltag umsetzbar sind,
  • Interaktive und spielerische Ansätze, die Kinder mit Freude einbeziehen.

Ein bewährtes Konzept ist die Ko-Konstruktion, bei der Kinder und Fachkräfte gemeinsam Lernprozesse gestalten. Diese Methode wurde von Müller als besonders nachhaltig bewertet.

Herausforderungen in der Kooperation

Trotz vieler Erfolge gibt es Herausforderungen:

  • Fehlende Kontinuität: Viele Programme enden mit dem Projektzeitraum und werden nicht langfristig verankert.
  • Mangelnde Qualifikation: Pädagogische Fachkräfte benötigen Unterstützung, um neue Präventionsmethoden sicher in den Alltag zu integrieren.
  • Fehlende Strukturierung: Manche Konzepte sind nicht didaktisch durchdacht oder lassen sich schwer umsetzen.
  • Unzureichende Netzwerkarbeit: Einige Programme sind isoliert, ohne stabile Partnerstrukturen.

Marcus Müller wies darauf hin, dass langfristige Finanzierung und strukturelle Verankerung essenziell für den Erfolg sind.

Kooperation lebendig gestalten –

ein Praxisbeispiel aus dem Kita-Alltag

Wie eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Kita und externen Partnern gelingen kann, zeigt die Arbeit mit dem Konzept ProEntspannung. Hier stehen nicht nur die Kinder im Mittelpunkt, sondern auch die intensive Kommunikation mit der Kita-Leitung und dem pädagogischen Team. Durch den kontinuierlichen Austausch können Programme passgenau an den Entwicklungsstand der Kinder angepasst werden.

Schlüsselfaktoren der Kooperation von ProEntspannung mit Kitas:

  1. Austausch über die Bedarfe und Bedürfnisse der Kinder: Kita-Leitung und Erzieher:innen analysieren gemeinsam Herausforderungen und legen fest, welche Methoden die Kinder am besten unterstützen. Dazu gehören Themen wie motorische Entwicklung, emotionale Regulation oder Entspannungskompetenzen.
  2. Austausch über die Bedarfe des Fachpersonals: Auch das Team braucht Raum für Reflexion: Welche Methoden sind hilfreich? Wo gibt es Unsicherheiten? Welche Weiterbildung ist sinnvoll? Hier setzt ProEntspannung an.
  3. Teamschulungen & Befähigung: Praxisnahe Fortbildungen helfen Erzieher:innen, Methoden direkt im Alltag anzuwenden. Dies stärkt die Handlungssicherheit und fördert eine aktive Umsetzung.
  4. Frühe Förderung: Während viele Programme erst ab dem 5. oder 6. Lebensjahr ansetzen, beginnt ProEntspannung bereits ab dem 4. Lebensjahr. So werden Kinder spielerisch an Körperwahrnehmung, Bewegung, Achtsamkeit und Entspannung herangeführt – eine ideale Vorbereitung auf spätere Methoden wie Autogenes Training.
  5. Entlastung des Teams: Präventionsangebote sollten nicht als zusätzliche Belastung, sondern als Unterstützung empfunden werden. Klare Abläufe und gut strukturierte Programme entlasten das pädagogische Fachpersonal.
  6. Integration in den Kita-Alltag: Prävention wirkt nachhaltig, wenn sie in den Tagesablauf eingebettet wird – z. B. als Entspannungseinheit nach der Bewegungspause oder als Achtsamkeitsübung zum Start in den Tag.

Fazit: Erfolgreiche Prävention braucht Kooperation und Nachhaltigkeit

Prävention ist dann erfolgreich, wenn sie langfristig in den Kita-Alltag integriert wird. Die Erfahrung zeigt, dass die Einbindung verschiedener Partner, praxisnahe Materialien und die Qualifizierung des Personals wesentliche Erfolgsfaktoren sind.

ProEntspannung setzt genau hier an: Durch enge Zusammenarbeit mit Kitas, gezielte Schulungen und die frühe Förderung von Kindern entsteht ein nachhaltiger Ansatz, der nicht nur kurzfristig wirkt, sondern langfristige Gesundheitskompetenzen aufbaut.

Die Erkenntnisse von Dipl.-Päd. Marcus Müller aus dem Jahr 2014 bleiben aktuell: Prävention gelingt besonders dann, wenn sie kooperativ, nachhaltig und praxisnah gestaltet ist. Für eine erfolgreiche Gesundheitsförderung in Kitas sollten diese Prinzipien konsequent gefördert und langfristig etabliert werden.

Jetzt aktiv werden! Du möchtest erfahren, wie du Prävention nachhaltig in deine Kita integrieren kannst? Dann lies hier nochmal nach, welche Erfahrungen wir bereits gesammelt haben und nimm gerne Kontakt auf – gemeinsam gestalten wir die Gesundheitsförderung von morgen!

Schön, dass du hier bist – auf eine inspirierende, gemeinsame Reise!

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Gemeinsam wachsen –Wie Gesundheitsförderung in der Kita zum Alltag wird

Ein Gespräch zwischen Elena Kowski und Michaela Schrandt-Reitz

Im ersten Blogartikel des Kita-Kosmos berichten wir aus der Praxis: Elena und ich haben reflektiert, was Prävention im Kita-Bereich bedeutet und geben dabei Einblicke in unsere gemeinsamen Erfahrungen. Elena trägt wertvolle praktische Impulse und Erfahrungsberichte aus dem Kita-Alltag zu diesem Blog bei. Als Leiterin des Familienzentrums AWO Kita Lohausstraße in Haltern am See bereichert sie den Kita-Kosmos durch ihre Expertise. Seit vier Jahren arbeiten wir gemeinsam daran, die Konzepte von ProEntspannung auf die Kita-Strukturen anzupassen, um nachhaltige Veränderungen zu fördern.

Durch diese enge Zusammenarbeit konnten wir bereits zahlreiche Programme in der Einrichtung etablieren – von bewegungsfördernden Einheiten bis hin zu entspannungspädagogischen Ansätzen, die sowohl Kinder, das Fachpersonal als auch Eltern und externe Beteiligte unterstützen.

Unsere Vision ist es, nachhaltige Strukturen zu schaffen, die langfristig bestehen und zur Gesundheitsprävention im Kita-Alltag selbstverständlich gehören.

Wir sind fest davon überzeugt, dass Gesundheitsförderung auch in der frühkindlichen Bildung von großer Bedeutung ist.

Ein Blick hinter die Kulissen: Warum Prävention mehr als nur ein Konzept ist

Michaela: “Elena, du bist seit Jahren Leitung des FZ AWO Kita Lohausstraße und hast mit deinem Team schon viele Veränderungen erlebt. Was bedeutet für dich Prävention in der frühkindlichen Bildung?”

Elena: “Prävention ist für uns nicht nur ein Wort auf dem Papier – es ist eine gelebte Haltung. Wir möchten den Kindern nicht nur Wissen vermitteln, sondern ihnen ein stabiles Fundament für ein gesundes, resilientes Leben mitgeben. Dazu gehört weit mehr als nur Bewegung und gesunde Ernährung. Emotionale Sicherheit, Entspannungsangebote und eine wertschätzende Umgebung sind ebenso wichtig.”

Michaela: “Das sehe ich genauso. Viele denken bei Prävention sofort an Ernährung oder Sport, aber es geht um ein ganzheitliches Wohlbefinden. Hier beginnt unsere Zusammenarbeit.

Zwischen Ideal und Realität: Die Herausforderung nachhaltiger Konzepte

Elena: “Die größte Herausforderung in der Kita? Die Dinge dauerhaft in den Alltag zu integrieren. Viele Projekte starten voller Elan, doch oft fehlt es an langfristiger Umsetzung. Zudem kommen Kinder mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen zu uns. Manche haben zu Hause kaum Möglichkeiten, sich frei zu bewegen oder einfach mal innezuhalten. Das heißt für uns: Wir müssen Strukturen schaffen, die jedes Kind dort abholen, wo es steht.”

Michaela: “Und genau hier setzen wir an. Wir wollten nicht einfach ein weiteres kurzfristiges Projekt starten, sondern ein tragfähiges Konzept entwickeln, das für dein Team leicht umsetzbar ist. Denn nur wenn Methoden wirklich gelebt werden zeigen sie langfristig Wirkung.”

Vom Experiment zum Erfolg: Wie Kooperation Gesundheitsförderung nachhaltig macht

Elena: “Unsere Zusammenarbeit mit ProEntspannung hat genau das geschafft. Bewegung, Entspannung und Achtsamkeit sind keine zusätzlichen Einheiten, sondern Teil unseres Kita-Alltags geworden. Wir haben Rituale geschaffen, die den Kindern helfen, ihren Körper bewusst wahrzunehmen und zur Ruhe zu kommen.”

Michaela: “Ein Beispiel ist die Körper-Arbeit. Anfangs waren einige Fachkräfte skeptisch – können Kinder wirklich so viel Ruhe zulassen? Doch die Praxis hat es gezeigt: Wenn Kinder lernen, ihren Körper zu spüren und zu regulieren, verändert sich ihre gesamte Aufmerksamkeit. Unsere Bewegungsspiele und Entspannungsmethoden unterstützen nicht nur die Kinder, sondern auch das Fachpersonal. Ein ausgeglichenes Kind ist konzentrierter und ruhiger.”

Elena: “Und das Beste: Wir als Team wurden aktiv mitgenommen! Deine Schulungen und Praxisimpulse haben uns befähigt, diese Methoden selbstständig anzuwenden. Das bedeutet, wir sind nicht von externen Fachkräften abhängig, sondern haben unser eigenes Wissen erweitert und nachhaltig gestärkt.”

Alle profitieren: Was bleibt für Kinder, Fachkräfte, Eltern und die Kita selbst?

Michaela: “Das ist der Kernpunkt: Gesundheitsförderung gehört in den Kita-Alltag. Wenn die Fachkräfte überzeugt sind und die Methoden in ihren Alltag integrieren, wird es zu einer natürlichen Praxis. Und die Kinder? Sie nehmen diese Rituale mit nach Hause und profitieren langfristig davon.”

Elena: “Und nicht nur sie! Auch die Eltern nehmen es mit. Wir merken, dass Eltern zunehmend neugierig werden und wissen möchten, was wir den Kindern anbieten. Ob Entspannungstechniken für zu Hause oder kleine Bewegungsspiele – so wird Gesundheitsförderung ein Thema für die ganze Familie.”

Michaela: “Genau das ist das Ziel: Wenn Kinder, Eltern und Fachkräfte gleichermaßen davon profitieren, entsteht eine nachhaltige Gesundheitskultur.”

Nachhaltige Systeme etablieren: Unsere Vision für eine Kita-Kultur der Gesundheit

Elena: “Wir haben in den letzten vier Jahren viel erreicht – und trotzdem stehen wir erst am Anfang. Unsere Vision ist es, Gesundheitsförderung nicht als Sonderprojekt zu betrachten, sondern als festen Bestandteil unserer Kita-Kultur zu etablieren. Wir wollen Strukturen schaffen, die nicht nur Bestand haben, sondern sich auch weiterentwickeln können.”

Kita-Kosmos: Impulse zur Veränderung setzen

Die Gesundheitsförderung in Kindertagesstätten zeigt bereits positive Ergebnisse. Allerdings sind noch strukturelle Anpassungen auf verschiedenen Ebenen erforderlich, um sie nachhaltig zu verankern und als festen Bestandteil des Auftrags der Kitas zu etablieren. Es besteht die Möglichkeit, dass immer mehr Kitas und Familienzentren einen ähnlichen Ansatz verfolgen werden, da gesunde und resiliente Kinder von heute die starken Erwachsenen von morgen sind.

Im nächsten Blogartikel bekommst du Hintergrundwissen zu den Erfolgsfaktoren und Herausforderungen und erfährst mehr über die vielfältigen Möglichkeiten der Ausgestaltung von Präventionsangeboten in Kooperation.

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Spaziergang am Strand
Categories Entspannung für Erwachsene

Spaziergang am Strand

Spaziergang am Strand

Urlaub, Strand, Meer und Sonne auf der Haut. Reise mit uns an deinen Traumstrand und lass deine Seele baumeln. Gönne dir selbst einen kleinen Urlaub und fühle neue Kraft und Gelassenheit, die du mit in deinen Alltag nimmst.

Hast du Lust auf “Meer” Entspannung?

Wenn dir diese Geschichte gefallen hat habe ich eine gute Nachricht für dich. Sie ist Teil meines neuen Buches “Meer-Entspannung. Fantasiereisen für Erwachsene: Mehr Achtsamkeit und Gelassenheit im Alltag für Kursleiter, Heilberufe und Selbstanwender” ! Diese Geschichte ist mein Geschenk an dich und die Leser:innen des Buches. Es ist unter diesem Link auf Amazon.de erhältlich:

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Weitere Informationen

 

“Meer- Entspannung: Finde mehr als Ruhe, entdecke ein Meer an Möglichkeiten” – Michaela Schrandt Reitz

Ich freue mich, dir als Selbstanwender, Heilberufler, Übungsleiter oder Kursleiter, Yoga- oder Pilatestrainer oder Entspannungspädagogen mein handliches Buch vorstellen zu können. Es bietet dir die Möglichkeit mit zehn geführten Fantasiereisen, die dich zu traumhaften Stränden, magischen Orten und ruhigen Buchten entführen, im hektischen Alltag innere Gelassenheit und Ausgeglichenheit zu finden. Erlebe die wohltuende Kraft des Meeres und lasse dich von sanften Wellen in tiefe Entspannung tragen.

Jede Geschichte in diesem Buch ist darauf ausgelegt, deine Atmung zu beruhigen, den Geist zu fokussieren und den Körper zu entspannen. Dabei werden Atemübungen, Achtsamkeit, Entspannung, Ausgeglichenheit, Stressbewältigung, Loslassen und Affirmationen integriert, um deinen Weg Reise zur inneren Ruhe zu unterstützen. Komm mit auf eine Reise entführen, die nicht nur entspannend, sondern auch transformierend wirkt.

Ich wünsche dir von Herzen viel Spaß auf deiner persönlichen Entspannungs-Reise.
Stay Calm & Relaxed!

Deine Michaela Schrandt-Reitz

10 Entspannungsimpulse für die letzten Tage im Advent
Categories Allgemein

10 Effektive Entspannungsimpulse für die letzten Tage im Advent

Der Countdown läuft – es sind nur noch 10 Tage bis Weihnachten! Kennt ihr das auch, dass ihr besonders in dieser Zeit nur noch To-Do´s von eurer Liste abhakt und gefühlt von einem Termin zum nächsten hastet? Fühlt ihr euch auch mehr gestresst und unter Druck als weihnachtlich und besinnlich? Dann geht es euch wie den meisten Menschen, denn besonders für das Weihnachtsfest wollen wir besonders perfekt funktionieren und allen Menschen, die wir gern haben, möglichst viele Wünsche erfüllen. Das ist auch wirklich ein schöner Gedanke, aber nicht, wenn wir dabei uns selbst und unsere Bedürfnisse aus den Augen verlieren und dann vollkommen erschöpft und gereizt unter dem Weihnachtsbaum sitzen.

Was bedeutet eigentlich Advent?

„Die Adventszeit ist eine Zeit, in der man Zeit hat, darüber nachzudenken, wofür es sich lohnt, sich Zeit zu nehmen.“

-Gudrun Kropp (*1955), Lyrikerin, Aphoristikerin, Kinder- und Sachbuchautorin

Unabhängig von Religionen ist die Vorweihnachtszeit für die meisten von uns mit magischem Denken, Träumen, Hoffnungen und auch Erwartungen verbunden. Die Innenstädte und Häuser erstrahlen in hellem Licht und Kindheitserinnerungen an eine Zeit voller kleiner Adventskalenderüberraschungen und schönen weihnachtlichen Familienritualen kommt uns wieder in den Sinn – wenn wir uns denn die Zeit dafür nehmen und achtsam in uns hineinhören.

Damit euch diese Achtsamkeit leichter fällt und ihr noch so richtig in eine besinnliche Weihnachtsstimmung findet, haben wir hier für euch 10 Entspannungsimpulse für die letzten 10 Tage im Advent gesammelt, die euch definitiv die Zeit vor Weihnachten magischer erscheinen lassen:

  1.  Heute ist ein toller Tag. Schenke einem anderen Menschen ein Lächeln.
  2.  Verbringe Zeit mit deinem Lieblingsmenschen. Das macht glücklich.
  3. Erinnere dich heute an drei tolle Erlebnisse und genieße das gute Gefühl, was dabei in dir entsteht.
  4. Mach kurz Pause und atme ganz bewusst: Atme ein- nimm neue Energie und Power in dir auf Atme aus- lass alle Anspannung und Druck raus.
  5. Gehe heute zu Fuß zum einkaufen oder einem Termin. Nimm dabei bewusst all die schön weihnachtlichen dekorierten Fenster wahr.
  6. Du brauchst heute ein wenig Energie? Kein Problem- Nimm eine entspannte Haltung ein, atme dreimal bewusst ein und aus. Lenke deine Gedanken an einen wunderschönen Ort und genieße das wunderbare gute Gefühl dabei, welches in deinem Köper entsteht.
  7. Was sind deine liebsten Weihnachtsrituale? Such dir eins aus und setze es mit einem deiner Lieblingsmenschen um.
  8. Fühlst du dich, als wäre alles zu viel? Dann guck dir deine To-Do-Liste an und streiche ganz bewusst einen Punkt, der nicht wirklich wichtig ist.
  9. Hast du heute auch mal wieder im Vorbeigehen eine Weihnachtssüßigkeit gegessen? Nimm dir stattdessen mal ganz bewusst Zeit, trinke einen Tee oder Kakao und genieße deine liebste Weihnachtssüßigkeit.
  10. Etwas klappt einfach nicht wie gewünscht? Atme tief ein und aus und fokussiere dich auf das was du hast und was da ist – meistens ist das genau das was da sein soll.

Wir von ProEntspannung wünschen dir von Herzen eine magische Weihnachtszeit und viele Momente der Verbundenheit mit den Menschen, die wirklich wichtig sind.

Wenn du noch mehr Entspannung und Auszeiten suchst, schau dir doch mal unsere Fantasiereisen für Erwachsene an und lass dich aus dem Alltag in deine Fantasie entführen!

 

Autogenes Training
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Autogenes Training: Entdecke die verborgene Kraft in dir!

“Autogenes Training? Das ist irgendwie etwas mit Entspannung!” Diesen Satz höre ich als Entspannungspädagogin ziemlich oft. Es ist faszinierend, wie viel Menschen über dieses Verfahren wissen, aber das Gefühl von tiefer Entspannung noch nicht erlebt haben. Lass mich dich auf eine inspirierende Reise mitnehmen und enthüllen, was hinter dieser kraftvollen Methode steckt!

Ein kurzer historischer Rückblick

Das Autogene Training (AT) wurde in den 1930er Jahren von J. H. Schultz entwickelt, inspiriert durch die Kunst der Hypnose. Das Ziel? Menschen helfen, sich durch spezielle Formeln in einen entspannten Zustand zu versetzen. Denk mal darüber nach: Die Kraft, deinen Körper und Geist allein durch Gedanken zu beeinflussen. Magisch, oder?

Training des inneren Selbst

Das Wort “Training” ist nicht zufällig gewählt. Wie jeder Sportler, Musiker oder Künstler, der seine Fähigkeiten meistern will, erfordert auch das AT kontinuierliche Übung und Hingabe. Die menschliche Psyche ist komplex und um sie wirklich zu beeinflussen, besonders in einer Welt, die ständig unsere Aufmerksamkeit fordert, benötigen wir eine konsequente Praxis. Jedes Mal, wenn wir uns das Autogene Training zu eigen machen, schulen wir unser Gehirn und unseren Körper, um in einen Zustand der Ruhe und Gelassenheit einzutreten. Es funktioniert, wie das Erlernen eines Musikinstruments: Zuerst mag es schwerfällig oder unbeholfen klingen, aber mit wiederholtem Üben werden die Noten klarer, der Rhythmus stabiler und die Melodie harmonischer.

Diese Praxis hilft uns nicht nur, uns tiefer zu entspannen, sondern sie verbessert auch unsere Selbstwahrnehmung. Wir werden uns unserer körperlichen und emotionalen Zustände bewusster und können schneller und effizienter auf Stress bzw. Unruhe reagieren.

Die 6 Formel des AT im Überblick

Bevor du jedoch in den Zustand tiefster Entspannung eintauchen kannst, ist es wichtig, die richtigen „Werkzeuge“ bzw. Formeln zu kennen und zu üben:

 

 

Das vegetative Nervensystem: Ein Orchester im Hintergrund

Unser Körper ist ein Wunderwerk der Natur und das vegetative Nervensystem spielt darin die Rolle eines unsichtbaren Dirigenten. Stell dir vor, ein Orchester, in dem jedes Instrument eine wichtige Körperfunktion repräsentiert: Das Herz als Trommel, die Atmung als sanfte Flöte und die Verdauung als rhythmische Percussion.Das vegetative Nervensystem teilt sich in zwei Hauptakteure: den Sympathikus und den Parasympathikus. Diese beiden agieren wie zwei Musiker, die sich gegenseitig ergänzen und ausbalancieren.

Sympathikus/Leistungsnerv
Dies ist unser “Kampf oder Flucht”-System. Denk an einen Geiger, der mit hoher Geschwindigkeit und Intensität spielt. Wenn du plötzlich erschrickst, weil ein Auto zu schnell auf dich zukommt, ist es der Sympathikus, der dein Herz schneller schlagen lässt und deinem Körper den Adrenalinschub gibt, den er braucht, um schnell zu reagieren.

Parasympathikus/Ruhenerv
Stell dir diesen als den Musiker vor, der den beruhigenden, langsamen Teil eines Stücks spielt. Nachdem das Auto vorbeigefahren ist und die Gefahr vorbei ist, kommt der Parasympathikus ins Spiel. Er beruhigt das System, lässt das Herz langsamer schlagen und stellt sicher, dass alles wieder ins Gleichgewicht kommt.

Wirkung Autogenes Training Vegetatives Nervensystem

Diese zwei Teile des vegetativen Nervensystems sorgen ständig dafür, dass wir in jeder Situation angemessen reagieren können, von extremem Stress bis hin zu tiefster Entspannung, um unser inneres Gleichgewicht oder “Homöostase” aufrechtzuerhalten. Es ist wahrlich ein Orchester, das nie aufhört zu spielen und unser Wohlbefinden im Hintergrund steuert.

Die Magie des Autogenen Trainings

In der heutigen Zeit sind wir ständigem Stress ausgesetzt. Das vegetative Nervensystem gerät häufig aus dem Gleichgewicht. Das Resultat? Eine Reihe moderner Beschwerden wie Bluthochdruck, Schlafprobleme, Allergien, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten sowie psychischen Erkrankungen. Mit Autogenem Training kannst du jedoch eine Oase der Ruhe in deinem hektischen Leben schaffen. Indem du dich auf deine Innenwelt konzentrierst und äußere Stressfaktoren ausschaltest, sendest du mächtige Entspannungssignale an dein Nervensystem. Das Ergebnis? Ein körperliches und geistiges Gleichgewicht, das dich erfrischt und revitalisiert.

Warum jeder Autogenes Training ausprobieren sollte

Studien haben gezeigt, dass Autogenes Training nicht nur unsere physische Gesundheit verbessert, sondern auch unsere geistige Schärfe und Klarheit fördert. Durch das aktive Training schaffst du es, dein volles Potenzial zu nutzen und deinen Alltag energiegeladen, fokussiert und glücklich zu gestalten.

Mach den ersten Schritt!

Es ist wahrhaft erstaunlich, welches Potenzial in uns schlummert. Durch Autogenes Training kannst du lernen, dieses Potenzial zu aktivieren und zu steuern. Möchtest du diese Superkraft auch erleben? Komm und entdecke oder höre sie in einer meiner Fantasiegeschichten. Hier sind schon die ersten Formeln des AT integriert: https://www.proentspannung.de/fantasie-geschichten/.

Lerne, wie du dich selbst in einen Zustand tiefer Entspannung versetzen kannst – wann immer du willst. Ich bin hier, um dich auf diesem Weg zu begleiten und freue mich darauf, von dir zu hören!

Nutze die Magie des Autogenen Trainings für dich

Das Autogene Training ist mehr als nur eine Methode zur Entspannung; es ist ein Werkzeug, mit dem wir tief in uns eintauchen und unser inneres Gleichgewicht wiederherstellen können. In einer Zeit, in der der Alltagsstress überwältigend sein kann, bietet das AT uns eine Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen, unsere Gedanken zu klären und uns von innen heraus zu stärken. Es ist ein Geschenk, das wir uns selbst machen können, und ich lade dich ein, dieses Geschenk zu erkunden, zu schätzen und zu nutzen. Lass die Magie des Autogenen Trainings ein Teil deines Lebens werden und erlebe, wie es dich verändert und bereichert.